Die Tradition des Kaffees in der Welt

Denn hinter einem köstlichen Getränk steckt auch Tradition. Seit seiner Entdeckung wurde der Kaffee zu einer der heiligen Substanzen der Menschheit.

In der arabischen Welt ist es üblich, dass am Ende des Tages Menschen aus der Nachbarschaft im selben Café über alltägliche Ereignisse sprechen. Es ist der Treffpunkt für die Bewohner der Gemeinde.

Im Falle Kolumbiens ist es ein Ritual, jedem Besucher zu Hause oder am Arbeitsplatz einen Kaffee, „tinto“ genannt, anzubieten. Aus dem Kaffee entsteht das Gespräch, und das Anbieten des Getränks ist ein Zeichen dafür, dass der Besucher willkommen ist und zum Gespräch bleiben kann.

In der Türkei ist es eine wichtige traditionelle Zeremonie, wenn ein Junge die Familie seiner Freundin zum ersten Mal besucht. Normalerweise macht sie Kaffee für alle, aber in seine Tasse gibt sie Salz statt Zucker. Wenn er den Kaffee noch trinkt, dann liebt er sie. Das Ritual endet nicht mit dem Kaffee: Es ist üblich, die Tasse umzudrehen, um den Kaffeesatz zu lesen und die Zukunft vorherzusagen, eine Gewohnheit, die „fal“ genannt wird.

In Griechenland und den Niederlanden wird der Kaffee in Kupferkannen mit fein gemahlenem Pulver zubereitet, maximal drei Tassen, mehr nicht. Der gemahlene Kaffee, dem Zucker oder Honig zugegeben wird, wird mit Wasser vermischt und zum Kochen gebracht. Das Getränk muss das Pulver, das sich am Boden des Bechers absetzt, dekantieren.

In Mexiko wird der Kaffee in einem großen Tontopf mit schmalem Mund mit dicken Kaffeebohnen zubereitet, die mit Zimt und Piloncillo vermischt werden. Der Tontopf ist wesentlich für den Geschmack und ist typischerweise am Rande der Stadt und in kalten Gegenden zu finden.